Kloster Bredelar  Theodorshütte
Kloster Bredelar Theodorshütte
 
 

Aktuelles

06.05.2018, 14 Uhr: Führung im Kloster Bredelar | Theodorshütte

Bei der monatlichen öffentlichen Führung freuen sich Ihre Klosterführer wieder darauf, Vergangenheit und Gegenwart des Klosters zu erklären. Sie erfahren Historisches und Aktuelles über dieses einmalige Kloster- und Industriedenkmal. Die Wandlung vom Kloster zur Eisenhütte, die Nutzung als Gewerbezentrum und seine Bedeutung werden anschaulich nachvollzogen. Diese Perioden sind in der Information auf der Galerie im ehemaligen Chorraum dargestellt. Das Museum des Vereins für Ortgeschichte und Heimatpflege Bredelar im Westflügel ist ebenfalls geöffnet.  Treffpunkt ist der Parkplatz an der Sauerlandstraße. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es wird um eine Spende von 2 Euro pro Person gebeten.


Jahreshauptversammlung Förderverein Kloster Bredelar e.V.
Freitag, 23. März 2018, 19.30 Uhr, Festsaal

Der Förderverein Kloster Bredelar e.V. lädt alle Interessierten, alle Mitglieder und alle, die es werden wollen zum jährlichen Vereinstreffen ein. Neben Wahlen zum Vorstand stehen viele Informationen und Hintergrundberichte auf dem Programm. Einen besonderen Stellenwert werden natürlich die aktuellen Bauprojekte haben: die Ausstellungshalle im Südflügel und die Putzhütte.

Eine kleine kulturelle Einstimmung, ein Imbiss und Kaltgetränke runden den Abend ab. Im Anschluss gibt es genügend Zeit und Raum für Gespräche.

Tagesordnung:

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Genehmigung des Protokolls der JHV vom 24. März 2017
(Das Protokoll liegt am 23.03.2018 ab 18 Uhr im Veranstaltungsraum aus)

3. Tätigkeitsbericht des Vorstandes

4. Kassenbericht

5. Bericht der Kassenprüfer

6. Entlastung des Vorstandes

7. Änderung der Satzung, hier: § 8, Ziffer 1 (Erhöhen der Zahl der Beisitzer auf 7)
§ 8, Ziffer 1 soll wie folgt geändert werden:
1. Der Vorstand wird auf drei Jahre gewählt. Er bleibt jedoch bis zur Wahl eines neuen Vorstandes im Amt.
Er setzt sich wie folgt zusammen:
- Vorsitzender
- 1. stellvertretender Vorsitzender
- 2. stellvertretender Vorsitzender
- Kassierer
- Schriftführer
- sieben Beisitzer

8. Neuwahlen des Vorstandes
a) Vorsitzender
b) 1. stellvertretender Vorsitzender
c) 2. stellvertretender Vorsitzender
d) Kassierer
e) Schriftführer
f) Beisitzer

9. Wahl der Kassenprüfer

10. Verschiedenes


01.07.2017: Baustelle am Südflügel des Klosters macht Fortschritte

Foto Andreas Hesse
Foto Andreas Hesse

Wer am Kloster Bredelar vorbeifährt, sieht das verhängte Gerüst am Südwestpavillon. Die Planen weisen auf die Skulptur Bredelar hin. Die Ausstellung wird am 19. August 2017 eröffnet.

Hinter den Planen wird mit der Instandsetzung des Pavillondaches begonnen. Dies ist ein weiterer vorbereitender Schritt zum geplanten Ersatz des Südflügel-Aufbaus durch eine gläserne Halle.


Dezember 2016: "Putzhütte" wird entkernt

Die Restaurierung des ehemaligen Putzhauses tritt in eine neue Phase. Um die Ertüchtigung der Dachkonstruktion und damit die Begehbarkeit der Halle wieder herzustellen, wird der hintere Bereich des Gebäudes von den maroden Resten einer nach dem 2. Weltkrieg eingebauten Wohnung entkernt. Im weiteren Verlauf wird dann die Dachkonstruktion verstärkt. 


07.07.2016: Neues Projekt im Kloster gestartet - vom Möbellager zur gläsernen Halle

Heute wurde im Kloster Bredelar ein neues spannendes Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt. In Kürze beginnt die Planung für komplexe Maßnahmen im Südflügel der Klosteranlage. Bis vor einigen Jahren befand sich in diesem Gebäudeteil an der Sauerlandstraße / B 7 ein Möbellager. Die Aufbauten auf dem Sockelgeschoss, die aus der Zeit nach 1945 stammen und nicht denkmalgeschützt sind, belasten durch ihre Konstruktionspfeiler die noch vorhandenen Kreuzgewölbe. Diese Kreuzgewölbe sind wohl der älteste Teil der Klosteranlage und daher ein besonderes erhaltenswerter Teil des einmaligen Kulturdenkmals. Eine gläserne Halle soll darüber errichtet werden, Transparenz und der Blick in den Innenhof werden dadurch möglich. Ausstellungen und andere Nutzungen sind darin vorgesehen.

Der erste Schritt wird in den vorhandenen Aufbauten die Freilegung der angrenzenden Pavillonflächen, der Kreuzgang-Enden und Bodenflächen sein. Dadurch werden spannende Hinweise auf das Niveau und die Gestaltung der ehemaligen Eingangshalle sowie die Höhenlage des Kreuzgangs im ersten Geschoss erwartet. Der Abbruch der Aufbauten wird danach erfolgen.


Möglich wird dieses Projekt durch eine sehr großzügige Zuwendung der niederländischen Van den Broek-Nolte Stiftung im Sinne der leider 2015 verstorbenen Anne van den Broek-Nolte. Sie stammte aus Bredelar und fühlte sich immer sehr eng mit dem Kloster Bredelar und ihrem Heimatort verbunden. Der Förderverein Kloster Bredelar e.V. ist sehr dankbar für diese wunderbare Unterstützung.

Im Kloster wird durch die Restaurierungsmaßnahme ein weiterer Teil der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Abwicklung des Bauvorhabens folgt durch die neu gegründete gemeinnützige Kloster Bredelar Bau-gGmbH.

Anne van den Broek Nolte
Anne van den Broek Nolte
 
Abbildung aus "Bau- und Kunstdenkmale in Westfalen", Kreis Brilon 1952, Autor: Paul Michels, Seite 107
Abbildung aus "Bau- und Kunstdenkmale in Westfalen", Kreis Brilon 1952, Autor: Paul Michels, Seite 107

Kinderführung: "Hier gibt's ja gar kein Betewasser!"

Das fällt Kindern auf, wenn sie das ehemalige Kloster Bredelar entdecken und den Kirchenraum mit einer „echten Kirche“ vergleichen. Diese aufmerksamen Blicke kommen von einem angehenden Schulkind des St.-Ludgerus-Kindergartens in Alme. Dem Mädchen fiel auf, dass es am Eingang zur ehemaligen Abteikirche gar kein Weihwasser gibt. Denn das gehöre für sie dazu, wenn sie in eine Kirche geht. „Ne Spitze ist auch nicht da!“, bemerkte ein Junge und wollte damit sagen, dass die Klosterkirche über gar keinen Glockenturm verfügt. Damit sprach er (unbewusst) an, was Hauptmerkmal zisterziensischer Sakralarchitektur ist. Es muss also kein Widerspruch sein, wenn - von ihrer Größe nach zu urteilen - kleine Menschen an große, komplexe Themen herangeführt werden. Denn wenn das Staunen große Augen hervorruft, sind Kinder mit aller Aufmerksamkeit dabei und selbst für anspruchsvolle Themen zu gewinnen: Langeweile Fehlanzeige! Vielleicht lag das auch daran, dass die Gruppe trotz schlechtem Wetters unentwegt von der Sonne begleitet wurde. Eine Styroporsonne wanderte mit den Kindern und ihren Erzieherinnen durch das Kloster, um damit nicht zuletzt symbolisch Licht darauf werfen zu können, dass die Anordnung der Funktionsräume wie Schlafzellen, Bibliothek und Küche vom Sonnenschein abhing. Die Architektur als Widerschein der Sonne. Neben Eigenschaften des Baudenkmals standen auch Lebensgewohnheiten innerhalb einer Klostergemeinschaft auf dem Vermittlungsprogramm. Auch hier ein sichtbares Zeichen: die Kinder bekamen vor der Führung von „Bruder Markus“ (Pastor Markus Pape) und seinem „Mitbruder Benedikt“ (Benedikt Klaucke) - beides Mitglieder im Vorstand des Fördervereins Kloster Bredelar - Mönchskutten an; ein sichtbarer Ausdruck von Gleichheit und persönlicher Bescheidenheit.
Aber auch die Aufgabenteilung innerhalb einer Ordensgemeinschaft wurde aktiv nacherlebt. Die in Zuständigkeitsgruppen eingeteilten Kinder bereiteten bei nur nötigster Unterstützung der Erwachsenen das Abendessen vor. So deckte ein Teil der kleinen Schwestern und Mönche die lange Tafel im nachgestellten Speisesaal, ein anderer Teil kümmerte sich um das Schmieren der Brötchen mit Produkten aus dem Klostergarten - Honig und Marmelade -; wiederum andere „Klosterbewohner auf Zeit“ behielten die Versorgung mit Getränken im Blick oder sorgten dafür, dass immer genügend Essen auf der Tafel war. Die letzte Gruppe war für das Abräumen zuständig.
Beim Essen herrschte dann Stille, absolute Ruhe, wie es Ordensregeln für die Einnahme der Mahlzeiten vorsehen. Und darin konnten sich die Kinder mit ihren großen Klosterschwestern und –brüdern messen, so leise verlief das Essen - für die Erzieherinnen eine ungewohnte, mit Sicherheit einmalige Geräuscherfahrung. Den Kontrast dazu lieferte der abschließende Lärm; lauschten die Kinder zu Beginn der Führung dem leichtschwingenden Chorgesang gregorianischer Psalmverse aus der Gründungszeit der ehemaligen Zisterzienserabtei Bredelar, dröhnten jetzt im einstigen Kirchenraum Maschinengeräusche. Die Kinder verstanden ihr eigenes Wort nicht mehr, wohl aber umso mehr den Kontrast, der diesen Ort bis heute hin sichtbar gezeichnet hat: „So viel kaputte Fenster habe ich noch nie gesehen!“ Bei der Verabschiedung im Foyer, dem früheren Chorraum der Klosterkirche, brachte es ein Junge bei der Frage, womit die Kinder an diesem Ort nicht gerechnet hätten, auf den Punkt: „... dass das hier mal eine Fabrik war!“
Bereits im dritten Jahr, zum dritten Mal war der Almer Kindergarten am 19. November 2015 zu Gast im ehemaligen Kloster Bredelar|Theodorshütte. Damit sind alle formalen Voraussetzungen einer Tradition erfüllt – einer Tradition, die das bedeutende Baudenkmal mit unverzichtbarer Lebendigkeit ausfüllt und es mehr und mehr (wieder) lebendig macht.

Kinderführung Nov 2015

„Große Stille“ an der langen Klostertafel. Beim Essen im nachgebauten Speisesaal hörten die Kinder auf ihre großen Klosterschwestern und -brüder – und redeten nicht.

Foto: Benedikt Klaucke

 
 
 

Veranstaltungen

 
 

Die Räume des Klosters, besonders die ehemalige Abteikirche, bieten sich für anspruchsvolle Kulturveranstaltungen an.

Jedes Jahr im September öffnet das Kloster seine Pforten zum Tag des offenen Denkmals. Der Förderverein präsentiert an diesem Tag Klostergeschichte und Neuigkeiten.

Im 11. Januar 2014 verwandelten die drei Musikvereine aus Beringhausen, Erlinghausen und Madfeld beim DREI|KÖNIGS|KLANG, einem gemeinsamen Konzert mit 150 Musikern, die Abteikirche in einen Klangraum der besonderen Art. Den zahlreich erschienenen Gästen präsentierten sie stimmungsvolle weihnachtliche, aber auch klassische und moderne Stücke. Am 03. Januar 2016 und am 07. Januar 2017 feierte das Projektorchester "CMG-STARS AND FRIENDS" mit seinem Dirigenten Gerhard Eberbach im Kloster große Erfolge.

2016 wurde zum fünften Mal der Internationale Meisterkurs für Gesang durchgeführt. Prof. Dr. Uwe Heilmann reiste dazu aus Japan an und unterrichtete Gesangsstudenten aus verschiedenen Nationen. Für 2017 ist ein weiterer Meisterkurs geplant.

Auch die Konzertreihe "Sauerlandherbst" gastiert seit Jahren mit unterschiedlichen Blechbläserensembles in der Abteikirche. Der Förderverein freut sich auch für 2017 auf den "Sauerlandherbst".

Der Deutschlandfunk besuchte 2013 mit seinem Orchester im Rahmen der Reihe "Grundton D" das Kloster. Ein beeindruckendes Konzert wurde vor großem Publikum aufgenommen und später im Deutschlandradio gesendet.